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Flatrate und DSL-Flatrate in ihrer Bedeutung:


Wenn man heute von "Flatrates" spricht, sind eigentlich die Pauschaltarife von Internet-Diensten gemeint.

Bekannt wurden Flatrates mit Einführung der Internet-Breitband-Technologie "DSL" durch die Deutsche Telekom. DSL wird seit dem Jahre 1999 angeboten und damals waren die monatlichen DSL-Grundgebühren und die monatlichen DSL-Zugangsgebühren relativ hoch. Somit wurde der Ruf nach Pauschaltarifen laut und dies war die Geburtstunde der DSL-Flatrates.

Eine DSL-Flatrate hat gegenüber anderen Zugangstarifen den Vorteil, dass der Kunde zuvor genau weiß, wass er am Ende eines Monats zu bezahlen hat. Der Kunde braucht sich weder Gedanken über die Zeit manchen noch über das von ihm verursachte Transfervolumen. So wenigstens die Werbeaussagen der heutigen Provider. In Wahrheit aber sind die meisten Flatrates doch ab einer gewissen Transfermenge gedeckelt, und zwar so etwa bei fünf Gigabyte. Diese Größe wird nicht unbedingt gerne von den Providern genannt. Überschreitet ein Kunde jedoch regelmäßig diese Grenze, so provoziert er die Kündigung seitens des DSL-Providers. In solchen Fällen sprechen die Provider dann von so genannten Power-Usern, die die Mischkalkulation der Angebote sprengen und man sich deshalb von diesen Kunden lösen muss.

Hatten die Flatrates als eigenständige Zugangstarife noch vor einigen Jahren eine große Bedeutung, so sind sie heute (2010) zumeist in Komplett-Paketen integriert und die eigentliche Flatrate wird preislich gar nicht mehr ausgewiesen. Allerdings sind die meisten Standard-Komplett-Pakete derart günstig geworden, dass die Nutzungspauschale gar nicht mehr großartig zu Buche schlägt.

Flatrates sind sehr beliebt bei Dauersurfern, denn man braucht sich keine Gedanken über mögliche Folgekosten zu machen. Dies gilt sowohl für die DSL Flatrate als auch für die VoIP-Flatrate. Pro Flatrate bezahlen Sie in den heute angebotenen Komplett-Paketen rund fünf Euro monatlich.

Der DSL-Zugangs-Provider 1&1 beispielsweise bot eine Zeitlang einen sogenannten "City-Flat Tarif" und eine "Deutschland-Flat". Heute sind die Flatrates nicht mehr gestaffelt. Es kann höchstens sein, dass Sie einen so genannten Regio-Zuschlag für die DSL-Verbindung zu bezahlen haben. Dieser Zuschlag wird dann fällig, wenn Ihr DSL-Anschlus zu weit von dem letzten (Telekom) Übergabepunkt entfernt liegt und die Verbindung bis zu Ihrer Wohnung unter Umständen noch einmal verstärkt werden muss.

Alice-DSLWurden DSL-Flatrates und DSL-Zugangs-Tarife in den vergangenen Jahren ausschließlich in Kombinationen mit langfristigen Zeitverträgen angeboten, gibt es sei einigen Jahren auch DSL-Provider, die DSL-Flatrates sowie DSL-Zugangspakete ohne Laufzeit anbieten. Als erster Anbieter hat der in Hamburg ansässige DSL-Provider HanseNet (Alice-DSL) mit einem großen Werbeaufwand seine neuen Tarifangebote bekannt gemacht. Unter anderem wurde am Charlottenburger Tor in Berlin ein Megaposter angebracht. War das Poster mit einer Fläche von etwa 5.000 Quadratmeter zwar recht groß und für Berliner aus Charlottenburg auch gut zu sehen, es war dennoch eines von vielen Postern. Bundesweit bekannt wurde dieses Poster erst durch Gegner des G8-Gipfels, die sich an dem Slogan "Alice goes G8" gestört hatten und die schöne Werbeikone "Alice" einfach großflächig zerschnitten. Zwar beklagte HanseNet anschließend einen Schaden am Poster von rund 50.000 Euro, doch der bundesweite Werbeeffekt durch Presseveröffentlichungen der Verstümmelung hätte sich eine Eventagentur aus Berlin nicht besser einfallen lassen können. Das Medieninteresse war riesengroß und seither weiß jeder, Alice bietet DSL-Verträge ohne Laufzeitvertrag.

Viele Provider sind diesem Beispiel, also DSL-Verträge ohne Laufzeitvertrag allerdings nicht gefolgt. Kurze Zeit später folgte die Telekom-Billig-Tochter Congstar mit einem ähnlichen Modell und dann war für lange zeit Schluss. Erst im Jahre 2010 übernahm mit 1&1 ein weiterer großer DSL-Zugangs-Provider dieses Modell der Zugangsverträge ohne Vertragslaufzeit.

Allerdings: Verträge ohne Vertragslaufzeit haben auch so ihre Tücken, oder anders gesagt, sie kosten dem Kunden auch Geld. In den DSL-Paketen mit Laufzeitverträgen wird die Hardware zumeist subventioniert oder kostenlos angeboten. Ebenso entfällt zumeist die DSL-Freischaltgebühr in Höhe von bis zu 99,95 Euro. Bei DSL-Zugangs-Paketen ohne Laufzeit entfällt diese Subvention. Der Kunde hat sowohl die Hardware als auch die einmalige Freischaltgebühr zu bezahlen.



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