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DSL-Tarife und ihre Bedeutung fürs Internet.


Als DSL von der Deutschen Telekom 1999 in Deutschland eingeführt wurde, waren die Kosten für die so genannte Hochgeschwindigkeitsleitung für den Endverbraucher enorm hoch.


In den Anfängen gab es keine schnelleren DSL-Verbindungen als 786 KBit/s im Download und 128 KBit/s im Upload. Hierfür aber benötigte der Kunde einen Telefonanschluss mit einer monatlichen Telefon-Grundgebühr von vielleicht 25,00 DM, dazu dann den eigentlichen DSL-Anschluss mit der einmaligen Anschlussgebühr von 99,95 DM und der monatlichen DSL-Grundgebühr von etwa 35,00 DM und dann noch einen DSL-Zugangstarif, der ebenfalls nicht unter 20,00 DM monatlich zu haben war.

In diesen Anfängen (und auch noch in späteren Jahren bis etwa 2005) gab es verschiedene DSL-Zugangstarife, wie beispielsweise DSL-Zeittarife, DSL-Volumentarife, DSL-Call-by-Call-Tarife und DSL-Flatrates als Pauschaltarife. An die Pauschaltarife (also die DSL-Flatrates) wollten die Provider lange Zeit nicht ran, denn sie befürchteten bei einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten unabsehbare Kosten durch Datentransfers der Kunden auf sich zu kommen.

Also begnügten sich die DSL-Provider zunächst mit DSL-Zugangs-Tarifen die wahlweise zeitbasiert, volumenbasiert oder nutzerbasiert abgerechnet wurden. Wollte der Kunde beispielsweise große Dateien aus dem Internet laden, so war er mit einem Zeittarif bestens bedient, denn dort spielte die transferierte Datenmenge keine Rolle. Wollte der Kunde lieber uneingeschränkt lange surfen und weniger Daten aus dem Internet Downloaden, so war er mit einem DSL-Volumentarif bestens bedient. So lange der Kunde sein vereinbartes Volumenkontingent nicht überschritt, konnte er so lange im Internet Online bleiben wie er wollte, weitere Kosten kamen nicht auf ihn zu. Genau so sah es mit einem DSL-Zeittarif aus. Wurden die vereinbarten Zeitkontingente nicht überschritten, konnte der Kunde so viele Daten aus dem Internet downloaden wie er wollte.

Gelegenliche Surfer die weder ständig online bleiben wollten noch Interesse an großen Download-Datenmengen hatten, nutzten DSL-Call-by-Call. Bei DSL Call-by-Call wird zumeist die tatsächlich in Anspruch genommene Zeit oder die tatsächlich verbrauchten Transfervolumina in Rechnung gestellt.

Seit etwa 2005 gibt es die so genannten DSL-Flatrates. Waren diese Pauschaltarife in den Anfangsjahren noch relativ teuer, so sind sie heute für ein Taschengeld zu haben. Soweit DSL-Flatrates heute noch separat ausgewiesen werden, schlagen sie mit maximal fünf Euro monatlich zu Buche (Stand 2010). Zumeist werden heute nur noch DSL-Komplett-Pakete angeboten. Darin enthalten sind heute der eigentliche DSL-Anschluss, der Anschluss für Internet-Telefonie (VoIP) sowie die Flatrates fürs Internet und Telefonate ins Deutsche Festnetz.

Mit der Reduzierung der Zugangskosten wurde ein Nutzer-Boom ausgelöst, die es bis dahin noch nicht gegeben hatte. Mit dem Nutzer-Boom werden auch immer größere Daten mit immer höheren Daten-Transferraten nachgefragt. Zwischenzeitlich kommen die Netzanbieter an ihre Maximal-Kapazitäten. Es zeichnet sich ab, dass die vorhandenen Internet-Leitungen in einigen Jahren nicht mehr ausreichen werden; es müssen neue Datennetze her, die finanziert werden müssen. Seit längerer Zeit werden schon Stimmen laut, eine so genannte Internet-Maut einzuführen, um damit die Kosten für den Aufbau neuerer Netze zu finanzieren.

Gerade auch mit der Erfindung der Handy-Kameras wird die Datenflut im Internet enorm (siehe hierzu "Digitalkamera Nachrichten"). So gut wie jeder Handy-Nutzer hat in seinem Handy auch eine Digitalkamera, zumeist auch mit Video-Funktion. Die mit dem Handy aufgenommenen Bilder oder Videos lassen sich leicht via MMS zu anderen Handys schicken und über Smartphones auch direkt ins Internet. In den Handys sind heute so gut wie immer auch MP3-Player installiert und in diesem Zusammenhang werden ebenfalls ungeheure Daten nachgefragt. Seit längerer Zeit schon gibt es IPTV also Internet-Fernsehen. Zwar wird Internet-Fernsehen derzeit noch über andere Standards übertragen, aber es gibt sie schon, die kleinen Handy-Fernseher mit Zwang zum Internet.



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